Ersteres ist kein Problem in den Räumen Niedermühle Büren, wenn die vertraglichen Spielregeln und die allgemeingültigen Benimmregeln eingehalten werden. Damit aber scheinen gerade junge Leute bisweilen ein Problem zu haben. Abgesehen von Verschmutzungen in den Räumlichkeiten wird rund um das historische Bürener Kleinod Unrat, wie Scherben, Zigarettenkippen, Einwegessgeschirr oder gar Erbrochenes, nach der Feier einfach zurückgelassen. Damit aber nicht genug. Sind Kraft und Mut durch reichlich Alkoholgenuss erstmal entfesselt, werden Fahrstuhl und Türen (Sicherheitsglas!) und anderes mehr demoliert. Die enthemmte Sau rast über allgemeingültige Verhaltensregeln hinweg. Selbstreflektierte Reue am Morgen nach der Feier – weit gefehlt. Ignoranz und Arroganz reichen sich bei den Teilnehmern der Gelage die Hand. Schade – denn nun ist genug: genug des Ärgerns, genug des Wohlwollens den jungen Leuten gegenüber, genug der Toleranz! So führt das, was manche für eine „Heldentat“ halten dazu, dass anderen, denen diese „Heldentaten“ fremd sind, mit büßen müssen. Die Räume der Niedermühle werden auf unbestimmte Zeit Jugendlichen und jungen Erwachsen nicht mehr zur Verfügung stehen. Das Team der Ehrenamtlichen, die sich um den Betrieb und den Erhalt der historischen Niedermühle Büren für alle Bürgerinnen und Bürger bemühen, bedauert das sehr, aber zu viel ist einfach auch mal genug!
Bärbel Olfermann
Vorsitzende der Kulturinitiative Niedermühle Büren e.V.